Dienstag, 22. August 2017

Rezension: Der magische Blick von Anke Unger

Der magische Blick
Die Chroniken der Götter 2

Autorin: Anke Unger
erschienen Juli 2017
ISBN: 978-3-646-30045-1 (epub)
© Dark Diamonds
auch Band 2 konnte mich nicht packen...

Achtung: 2. Band – inhaltliche Spoiler zum Vorgänger vorhanden
Die Handlung geht nahtlos weiter. Rückblicke gibt es kaum.

Mit dem →ersten Teil hatte ich aufgrund vieler Zeitsprünge, die mir das Gefühl vermittelt haben, dass sich Löcher in der Handlung befinden, einige Probleme. Leider gestaltete sich das Lesen des zweiten Bandes nicht viel leichter.

Zwar läuft die Handlung diesmal kontinuierlich weiter, richtig warm bin ich mit der Geschichte aber dennoch nicht geworden. Weiterhin springt die Handlung zwischen verschiedenen Figuren, hauptsächlich Areshva und Sivrin. Aber es gibt auch Kapitel über andere Figuren. Während manche Erzählstränge mit der Zeit zusammenlaufen, tauchen andere Charaktere allerdings im weitern Verlauf dann gar nicht mehr auf.

Zwar finde ich die Grundgeschichte weiterhin interessant, diese kommt aber nur schleppend voran. Beispielsweise wird Areshvas komplette Arbeit des ersten Bandes in wenigen Augenblicken zerstört – für mich sehr deprimierend, da sie den ganzen ersten Teil auf die Erreichung dieses Ziels hingearbeitet hat. Areshva klärt dies aber nicht, obwohl sie den Schuldigen kennt, sondern verfällt stattdessen in Träumereien und wirre Gedanken.

Areshva ist mir weiterhin nur in wenigen Momenten sympathisch gewesen. Obwohl ihre Ziele nobel sind, findet sie einfach nicht den richtigen Weg dorthin. Dank der bösen Göttin Agga verfällt sie immer wieder in einen Wahn, in dem sie ohne nachzudenken ihr Umfeld zerstört. Auch ist sie bereit, Opfer zur Erreichung ihrer Ziele in Kauf zu nehmen. Sie lässt sich immer wieder vom Bösen beeinflussen, ohne diesen Weg zu hinterfragen.

Silvrins Abschnitte waren für mich erneut die interessantesten. Er versucht Konflikte zunächst mit Worten zu lösen und vermeidet Kämpfe. Allerdings sorgt seine scheinbare Überlegenheit dafür, dass er ein wenig zu sehr von sich überzeugt ist und naiv-gutgläubig an die Konflikte herangeht. Dafür muss er dann auch die Konsequenzen tragen...

Die Handlung zog sich für mich an vielen Stellen. Zwar ist diesmal ein roter Faden erkennbar, es gibt aber extrem viele langwierige Nebenpfade. Zudem gibt es Figuren, deren Verhalten ich absolut nicht nachvollziehen kann, weil ihre Gedanken und Taten nicht recht zusammenpassen wollen (Bsp. Prinzessin Kia Sephila...).

Das Ende des Buches hat mich ziemlich geschockt. Da auf der Verlagsseite für diese Reihe nur zwei Bände aufgeführt sind, ging ich davon aus, dass die Reihe damit beendet ist – daher habe ich mich nach dem schwierigen ersten Band dafür entschieden, weiterzulesen, da ich gern wissen wollte, wohin das Ganze führt. Leider handelt es sich aber nicht um den Abschlussband und das Ende dieses Buches ist somit komplett offen...

Langwierige Handlung mit teils unnötig brutalen Beschreibungen und überwiegend unsympathischen sowie inkonsequenten Figuren. Obwohl ich den fortlaufenden Erzählstil im Vergleich zum ersten Band deutlich angenehmer fand, kann ich mich mit der Reihe leider einfach nicht anfreunden...


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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